Nachhaltigkeitskonferenz 2020

Die Bundes-Themeninitiative Umwelt und Nachhaltigkeit der SPÖ lud am 31.01.2020 zur Nachhaltigkeitskonferenz in die Bezirksräumlichkeiten der SPÖ Neubau im 7. Wiener Gemeindebezirk ein. Die Koordinatoren der TI und Gastgeber, Christian Kaiserseder und David Steiner, führten hierbei die Konferenzteilnehmer und Podiumsdiskutanten durch den Abend.

Im Rahmen des Impulsvortrags von David Steiner wurden die zahlreichen bundesweiten öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten der Themeninitiative vorgestellt. Hervorgehoben wurde hierbei die enge Zusammenarbeit mit ExpertInnen aus den Bereichen Umwelt-NGOs, Wissenschaft und Forschung, Sozialpartner und Parlamentarier. Auch eine Analyse des Social Media Auftritts der Themeninitiative wurde in Form einer Interaktionslandkarte (siehe Abbildung) präsentiert. Hierbei zeigt sich der Trend, dass das Interesse für Nachhaltigkeitsthemen vorwiegend in den Landeshauptstädten und den erweiterten Ballungszentren gegeben ist. Neben einem eindeutigen Ost-West Gefälle, ist auch ein Geschlechtertrend (Anm. Männer 63%, Frauen 37%) wahrzunehmen, so Steiner.

Abbildung: Interaktionslandschaft der Social Media Kampagnen. Interaktionsgradient reicht von dunkelblau (keine Interaktion) bis dunkelrot (höchste Interkation)

Die inhaltliche Arbeit der Themeninitiative wurde in Form des Aktionsplans „Klimagerechtigkeit“ vorgestellt, der mit seinen mehr als 100 sektorspezifischen Maßnahmen(bündel), ein Rahmenwerk zur Bewältigung der Klimakrise aus sozialdemokratischer Sicht repräsentiert.

Daraus abgeleitet sind für das Jahr 2020 mehre Detailpositionierung, wie das Energiekonzept von Christian Kaiserseder, oder eine aufkommensneutral gestaltete Ökologisierung der Steuerreform geplant. Als Leitantrag für den Bundesparteitag 2021 wurde der Antrag mit dem Titel „Erweiterung unserer Grundwerte um den Begriff Nachhaltigkeit“ vorgestellt, der auch im Diskussionsfokus der anschließenden Podiumsdiskussion stand.

Nachhaltigkeit: DAS sozialdemokratische Thema

Nach ausführlichen Eingangsstatements der Podiumsdiskutanten:

Univ. Prof. Sigrid Stagl – Leiterin des Instituts für Ökologische Ökonomie an der WU Wien

„Wir benötigen einen Paradigmenwechsel in der Wirtschaft. Weg vom unhinterfragten Zwang des steigenden Wirtschaftwachstums hin zu einem nachhaltigen und ökologischen Wirtschaftssystem, mit dem die Anforderungen durch den immer stärker merkbaren Klimawandel bewältigt werden können. Die Diskussion der vier Grundwerte der Sozialdemokratie im Hinblick auf das große Ganze könne uns helfen die zukünftigen Anforderungen durch den Klimawandel besser bewältigen zu können.“

Abg.z.NR. Julia Herr – Klimasprecherin der SPÖ im Parlament

“ Die vier Grundwerte der Sozialdemokratie, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die wichtigsten Grundpfeiler der Sozialdemokratie im Kampf gegen den Klimawandel und die immer stärker werdenden Ungerechtigkeiten unseres Wirtschaftsystems.“

Dr. Reinhard Uhrig – Atom Sprecher GLOBAL 2000

„Es sind nicht die „Zeichen der Zeit“ die dafür sprechen, dass die SPÖ Umwelt und Nachhaltigkeit stärker in den Fokus rückt, es ist die fortschreitende @KlimaKrise, die das unumgänglich macht: 14 °C am 31. Jänner – wenn die Sozialistische Partei den sozial gerechten Übergang zu einer klimakompatiblen Gesellschaft der Zukunft NICHT in den Fokus rücken würde, wäre das Realitätsverweigerung.“

Michael Soder, M.Sc. Ph.D. – Ökonom in der Abteilung Wirtschaftspolitik der Arbeiterkammer Wien

„Die derzeit noch sehr stark von fossilen Energieträgern abhängigen Industrie- und Wirtschaftzweige werden einen massiven Arbeitsplatzverlust durchleben. Diesen Wandel, der sich durch die notwendige Dekarbonisierung in sehr naher Zukunft einstellen wird, macht eine zielgerichtete Begleitung zwingend notwendig, um entstehende Ängste und Widerstände in diesen Prozessen zu verhindern. „

gab es eine interaktive Diskussionsrunde mit dem Publikum, welches per Online-Ted 4 Fragen zum Thema Nachhaltigkeit in der SPÖ beantwortete (siehe Abbildungen).

Die Ergebnisse aus den Fragerunden wurden im Anschluss von den Podiumsteilnehmern diskutiert.

Die Bundes-Themeninitiative Umwelt und Nachhaltigkeit bedankt sich bei allen Teilnehmern für die konstruktive Diskussion und bei der Bezirksorganisation der SPÖ Nebau für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung.