Mobilität

Die Mobilitätswende

Um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im ländlichen Raum sicherzustellen, muss entsprechende Mobilität gewährleistet sein. Mobilität bedeutet, unter zumutbarem Aufwand alle Bereiche des täglichen Lebens abdecken zu können – das reicht vom Weg von und zur Arbeit oder in Bildungseinrichtungen, über private Erledigungen vom Einkauf bis zum Arztbesuch bis hin zu Freizeitaktivitäten und soziale Kontakte durch die Beteiligung an einem lokalen Vereinsleben.

Zu Mobilität zählen die Vernetzung der Anschlussmöglichkeiten, alternative Beförderungskonzepte und -mittel wie z.B. Fahrgemeinschaften sowie die stärkere Einbindung der Bevölkerung in die Verkehrspolitik und Stadtplanung. Gerade im ländlichen Raum bedeutet das fehlende oder eingeschränkte Angebot von öffentlichen Verkehrsmitteln für sozial und ökonomisch benachteiligte Gruppen – Frauen, MigrantInnen, junge Menschen, ältere Menschen etc. – ein großes Hindernis für ein selbstständiges Leben. Ein zentrales Anliegen unserer Politik ist die Schaffung von Zukunftsperspektiven für die gesamte Bevölkerung. Qualitativ hochwertige öffentliche Infrastruktur heißt gerade auch im ländlichen Raum mehr Freiheit und Chancengleichheit.

Mobilität als Voraussetzung des gesellschaftlichen Austauschs

Die unterschiedlichen Verkehrsmittel haben unterschiedlich negative Auswirkungen auf die Umwelt. Diese reichen von den extrem umweltschädlichen Auswirkungen des Flugverkehrs über den motorisierten Individualverkehr bis hin zum öffentlichen Verkehr. Ein pauschales Verbot mit dem Ziel Mobilität zu beschränken, sollte daher abgestuft nach den Auswirkungen auf die Umwelt erfolgen. Durch einen umfassenden Ansatz soll das Mobilitätsmanagement effizienter, umwelt- und sozialverträglicher sowie klimaschonender gestaltet werden.

Überzeugende integrierte Konzepte der Zukunft werden zunehmend multi-modal (situationsspezifisch getroffene Verkehrsmittelwahl) und inter-modal (Wechsel zwischen Verkehrsmitteln auf einem Weg) ausgestaltet sein. Dazu wird es erforderlich sein, dass neben einer Neuerfindung des Öffentlichen Nahverkehrs auch „Smart Mobility“ zum Einsatz kommt, um auf die gesellschaftlichen, demografischen und technologischen Herausforderungen, Möglichkeiten und Chancen der Zukunft vorbereitet zu sein.

In unserer immer schneller werdenden Welt ist Mobilität eine grundlegende gesellschaftliche Voraussetzung um am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Austausch teilzunehmen. Daher gilt es, Mobilität als Daseinsvorsorge zu verstehen und als öffentliche Aufgabe wahrzunehmen.